Herzlich willkommen bei den Landeskrebsregistern Niedersachsen
Gemeinsam setzen wir uns für eine flächendeckende Krebsdokumentation und die Auswertung der Daten in Niedersachsen ein. Unsere gesetzliche Aufgabe ist es, Informationen zu Krebserkrankungen wie Diagnosen, Behandlungen und Krankheitsverläufen zu erfassen, aufzubereiten, auszuwerten und die Ergebnisse zu veröffentlichen. Damit schaffen wir eine Grundlage, um das Krebsgeschehen in Niedersachsen zu verstehen und die onkologische Versorgung weiterzuentwickeln. Daran arbeiten das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN), das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) und die Klinische Landesauswertungsstelle (KLast) zusammen.
Das EKN erfasst als bevölkerungsbezogenes Krebsregister seit 2000 das Auftreten von Krebserkrankungen und gutartigen Hirntumoren und wertet diese aus. Es besteht auf Grund datenschutzrechtlicher Vorgaben aus zwei Arbeitseinheiten, die räumlich, personell und organisatorisch voneinander getrennt sind:
Die Vertrauensstelle des EKN ist im Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) in Hannover angesiedelt. Sie erfasst und bearbeitet die Tumormeldungen sowie Meldedaten der Einwohnermeldeämter und Informationen aus Todesbescheinigungen. Diese Daten leitet sie pseudonymisiert an die Registerstelle weiter. Darüber hinaus ist sie Anlaufstelle für Fragen zu Krebsmeldungen und Meldeverfahren, für Anfragen zur Nutzung epidemiologischer Krebsregisterdaten sowie für Fragen zu regionalen Häufungen von Krebserkrankungen.
Die Registerstelle des EKN wird von der OFFIS CARE GmbH in Oldenburg betrieben. Sie arbeitet ausschließlich mit pseudonymisierten Daten. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören die Erfassung, Ergänzung und Verdichtung der übermittelten Informationen sowie deren dauerhafte Speicherung. Auf dieser Grundlage erstellt sie wissenschaftlich fundierte Auswertungen zur Häufigkeit von Krebserkrankungen, wie den jährlichen Wohnortbezogenen-Online-Bericht. Ergebnisse zu regionalen Unterschieden werden im Kleinräumigen Krebsatlas veröffentlicht. Darüber hinaus beteiligt sich die Registerstelle an nationalen und internationalen Forschungsprojekten.
Das Klinische Krebsregister Niedersachsen (KKN) erfasst Informationen zu Diagnose, Behandlung, Verlauf und Nachsorge aller Krebserkrankungen in Niedersachsen und wertet diese behandlungsortbezogen aus. Ziel ist es, die Qualität der onkologischen Versorgung sichtbar zu machen, ihre Weiterentwicklung zu unterstützen und Unterschiede in der Versorgung aufzuzeigen. Daher stehen im Fokus der Auswertungen die vergleichende Darstellung von Ergebnisparametern (Benchmarking) sowie der direkte Austausch und Diskussion von Ergebnissen mit den meldenden Ärztinnen und Ärzten (z.B. auf Qualitätskonferenzen).
Das KKN unterstützt Zentren der onkologischen Versorgung bei der Zertifizierung und Rezertifizierung, indem es die im KKN vorliegenden Daten der jeweiligen Einrichtung für die dort behandelten Patientinnen und Patienten bereitstellt. Außerdem übermittelt das KKN jährlich Daten an das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) und beteiligt sich an der einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesausschusses.
EKN und KKN arbeiten eng zusammen. Die Erhebung der Daten erfolgt über eine gemeinsame Datenannahmestelle mit einem elektronischen Melderportal. Weitere Informationen (ein Handbuch für Meldende, ein Informationsblatt für Patientinnen und Patienten etc.) finden Sie unter www.kk-n.de.
Für landesbezogene Auswertungen der klinischen Krebsregisterdaten wurde im Februar 2020 die Klinische Landesauswertungsstelle Niedersachen (KLast) eingerichtet. Sie ist wie die Registerstelle des EKN bei der OFFIS CARE GmbH in Oldenburg angesiedelt. Ihre routinemäßigen jährlichen Auswertungen werden in einem interaktiven Behandlungsortbezogenen Bericht veröffentlicht. Außerdem stellt die KLast anonymisierte Krebsregisterdaten für Forschungszwecke zur Verfügung.
EKN, KKN und die KLast veröffentlichen gemeinsam die Ergebnisse ihrer Auswertungen in dem jährlichen Bericht Krebs in Niedersachsen.